Zur Feier des 100. Unabhängigkeitstags pflanzten Polen in Deutschland am hundertsten Jahrestag der Schlacht bei Warschau den "Baum der Polonia".
In dem Bild: v.l. Alexander Zając, Burkard Dregger, Marian & Beata Banachowicz, Ferdynand Domaradzki, Tomasz Klon
Zur Feier des 100. Unabhängigkeitstags pflanzten Polen in Deutschland am hundertsten Jahrestag der Schlacht bei Warschau den "Baum der Polonia". Die Schlacht vom 15. August 1920 ging als "Wunder an der Weichsel" in die Geschichte ein, da die polnische Armee eine Schar von Soldaten der Roten Armee festnahm, die europäische Staaten erobern und in Sowjetrepubliken verwandeln wollten. Diese Schlacht, die als eine der achtzehn Durchbruchschlachten in der Geschichte der Menschheit anerkannt wurde, ermöglichte es Polen, seine Unabhängigkeit zu bewahren, und hob die Pläne der Sowjets einer kommunistischen Vorherrschaft auf.
Wir erinnern daran, dass polnische Organisationen im Rahmen der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens eine Reihe an Kulturveranstaltungen von München, Schwäbisch Gmünd, Aachen, Köln, Hannover, Hamburg bis Berlin durchgeführt haben, wo die Feierlichkeiten mit einem Konzert der polnischen Musik in der französischen Kathedrale am Gendarmenmarkt eröffnet wurden. Dem Jubiläum war auch eine Sonderausgabe des deutsch-polnischen Polonia Magazins gewidmet. Zum Abschluss der dreijährigen Feier pflanzte die Polonia in Berlin, die dem Polnischen Rat – Landesverband Berlin angeschlossen war, einen Jubiläumsbaum. Es wurden Feste, Läufe für das unabhängige Polen, Konzerte, Ausstellungen und Wissenswettbewerbe über die Geschichte Polens dieser Zeit organisiert. Unter anderem wurde eine Reise in die Ukraine auf den Spuren der Legionen von Marschall Piłsudski unternommen. Dort wurden an den Gräbern der Legionäre in Kostjuchniwka und auf dem vierten Katyn-Friedhof in der Nähe von Kiew Blumen gelegt. In Luzk, Olyka, Riwne, Kiew und Schytomyr wurden Kerzen für diejenigen angezündet, die aufgrund ihrer polnischen Herkunft ums Leben gebracht worden sind.
Grupa Polonii w sierpniową rocznicę w miejscu usytuowania „Drzewa Polonii”. Od lewej: Krystyna Koziewicz, Janusz Michalak, Ferdynand Domaradzki, Ewa Slaska, Władysław Miczka
Ab August dieses Jahres wurde gemeinsam mit dem Berliner Stadtbüro ein Platz für den Baum der Polonia gesucht. Am 11. Dezember 2020 am Dorothea-Schlegel-Platz 18 am Bahnhof Friedrichstraße gleich neben dem Denkmal Züge ins Leben – Züge in den Tod (trains to death - trains to life 1938–1939), das an die Kindertransporthistorie 1938-1939 erinnern soll, wurde der Baum der Polonia gepflanzt. Der Baum steht an einem symbolischen Ort. Hier verlief die Berliner Mauer und die Grenze zwischen Ost- und Westberlin, zwischen dem Ostblock und der freien Welt. Hier, am Bahnhof Friedrichstraße, gab es einen Grenzübergang namens "Tränenpalast", an den vertriebene Bewohner der DDR, einige Rentner und Ausländer nach der Schikane kommunistischer Grenzschutzbeamten die Grenze auf die Westseite überqueren durften.
Grupa Polonii w sierpniową rocznicę w miejscu usytuowania „Drzewa Polonii”. Od lewej: Krystyna Koziewicz, Janusz Michalak, Ferdynand Domaradzki, Ewa Slaska, Władysław Miczka
Die Initiative zum Pflanzen eines Baumes zum 100. Jahrestag der Schlacht von Warschau 1920 auf Antrag des Konvents der Polnischen Organisationen in Deutschland e. V. wurde von der Geschäftsstelle der Polonia in Berlin organisiert sowie durchgeführt, und die Leitung des Projekts übernahmen Ewa Maria Slaska und Krystyna Koziewicz. Das gesamte Projekt wurde vom Bundesverband - Polnischer Rat in Deutschland und vom Polnischen Rat - Landesverband Berlin finanziert.
An den Feierlichkeiten zur Pflanzung des "Baums der Polonia" nahmen Vertreter des Vorstandes des Polnischen Rates – des Landesverbands Berlin - mit seinem Vorsitzenden Ferdynand Domaradzki, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Berliner Abgeordnetenkammer - Burkhard Dregger sowie Alexander Zając, Direktor der Geschäftsstelle der Polonia in Berlin und Vorsitzender des Konvents der Polnischen Organisationen in Deutschland e. V. teil.
Die Polonia in Berlin erhielt final einen weiteren Punkt auf der Karte Berlins.
Alexander Zając

